

Di 21.12.26–So 27.12.26
ZU GAST: Art Gaza
GENOCIDE STILL COMES AS NO SURPRISE
Vernissage mit Bar
Mo 21.12.26 | 18–21 h
Öffnungszeiten
Di–Fr 10–17 h
Sa 10–18 h
Finissage mit Bar
So 27.12.26 | 17–23 h

DE
Dies ist die Fortsetzung unserer Ausstellung GENOCIDE COMES AS NO SURPRISE aus dem Jahr 2025, die wir während der Art Basel in unmittelbarer Nähe des Messegeländes veranstalteten. Das tragische Wort STILL (immer noch) im Titel der aktuellen Ausstellung vermittelt den Kern der Botschaft: Wie kann der weltweit erste per Livestream übertragene Völkermord nach mehr als drei Jahren immer noch ignoriert werden? Die Ausstellung thematisiert das Schweigen über den kolonialen Völkermord Israels am palästinensischen Volk, insbesondere in der Kunstwelt. Das durch Absagen und Zensur erzwungene Verstummenlassen von Stimmen rückt in der Kunstwelt bisweilen selbst in den Mittelpunkt des Interesses – etwa in Form medialer Spektakel, die den Blick vom eigentlichen Völkermord ablenken. Doch das Schweigen, das am schmerzhaftesten ist, ist noch lauter und lässt sich am besten als ABWESENHEIT beschreiben. Messehallen voller dekorativer oder unterhaltsamer Kunstobjekte, denen politische Inhalte weitgehend fehlen, sind heute fester Bestandteil des Kunstbetriebs. Die wenigen gezeigten politischen Arbeiten gehen mit dem Thema stets mit Samthandschuhen um – sei es durch bewusste Verschleierung oder durch die Präsentation allgemeiner, unverfänglicher Botschaften. Diese Kunst gibt vor, „Fragen zu stellen“, hinterfragt jedoch niemals das System selbst. Dass Palästina in den Messehallen abwesend ist, sollte daher eigentlich nicht überraschen. Die Anerkennung eines Völkermords stellt eine fundamentale Herausforderung für das System dar – hier haben die Samthandschuhe ausgedient.
GENOCIDE STILL COMES AS NO SURPRISE will dieses Vakuum füllen. Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke, die sich unmittelbar mit dem Völkermord in Palästina auseinandersetzen und den Verlust, den Schmerz sowie das den Palästinensern zugefügte Leid ungeschönt darstellen. Gezeigt werden Zeichnungen, Gemälde, Videokunst, Installationen, Druckgrafiken und Performances von Künstler*innen unterschiedlichster Herkunft – von der Schweiz über die Niederlande bis hin zu Palästina. Gemeinsam eröffnen ihre Werke vielfältige Perspektiven auf ein schwieriges Thema, vereint durch einen unerschrockenen Blick, engagiertes Handeln und tiefes Mitgefühl.
EN
This is the sequel to our 2025 show GENOCIDE COMES AS NO SURPRISE that we mounted during Art Basel right next to the Messe where it was held. The tragic ‘STILL’ in the current show’s title carries most of its message: how can the world’s first live-streamed genocide still be ignored after more than three years? The exhibition addresses the SILENCE about Israel’s colonial genocide of the Palestinian people especially in the art world. Enforced through cancellations and censorship, the art world’s silencing of voices sometimes becomes the focus of attention itself, in the form of media spectacles which draw our eyes away from the genocide. The silence that stings most, however, is even louder and can best be described as ABSENCE. Messe halls filled with decorative or entertaining art objects that are largely devoid of political content have become a staple of today’s art circuit. The rare political content on display always touches its subject with velvet gloves, be it couched in obscurantism, or presented as generic innocuous messages. This art purports to “asks questions” but never questions the system. Thus, the absence of Palestine in Messe halls really should come as no surprise. Acknowledging genocide poses an inherent challenge to the system: velvet gloves are off.
GENOCIDE STILL COMES AS NO SURPRISE aims to fill this vacuum. The show displays art works that directly engage with the genocide in Palestine by showing the loss, the pain and the horrors inflicted on Palestinians without sugarcoating. Included are drawings and paintings, video art, installations, prints, and performances by artists from various backgrounds, from Swiss, to Dutch, to Palestinian. Together their works present various perspectives on a difficult subject matter that share an unflinching vision, engagement and empathy.