Saisonübersicht zu//satz
Saisonübersicht zu//satz
Sa 13. Oktober 2007 Saisoneröffnung mit Schlagerband 'Schwaiös Fetä' und fastkunst®
Sa 17. November 2007 Objektbetrachtungen mit Claudius Weber (Lausanne)
Fr 11. und Sa 12. Januar 2008 I AM A SHIP, Luigi Archetti und Bo Wiget
Saison 2007/08 archiv performativ

Sa 6. Oktober 2007
Saisoneröffnung
Auch dieses Jahr wird die KASKO Saison 07/08 mit einem fulminanten Fest eröffnet. Die Schlagerband 'Schwaiös Fetä' aus Bern wir den Abend mit süssen Klängen, märchenhafter Power und 1000 Bacis verzaubern.

Für die kulinarische Verwöhnung sorgt die Künstlergruppe fastkunst®
Paul Lipp und Reto Leuthold- schnelle Malerei zu Spottpreisen, null Prozent Fettgehalt, preiswert und gesund.

Projektverantwortung: Marion Münger und KASKOteam

archiv performativ
Der Kaskadenkondensator verfügt über eine seit 1998 entstandene Sammlung von über hundert rudimentär auf Video aufgezeichneten Live-Performances. Dieses Archiv birgt weit mehr als eine Chronologie von Ereignissen der Performance-Kunst in Basel. Es ist ein Speicher des Wissens und der Erfahrung. Punktuell hält es fest, was Performance-KünstlerInnen teils zum ersten Mal, teils in einem fortgeschrittenen Werkprozess dem Publikum vorstellten und erlaubt Einsicht in den kuratorischen Ansatz eines Projektraums, der seit Jahren das inhaltliche Gespräch über Performance einfordert.

Vom 20.-22. April 2007 fand im Kaskadenkondensator mit ‚archiv performativ’ ein Anlass mit Kunstschaffenden und Fachleuten aus den Bereichen Kunstwissenschaft und Konservierung statt. Eingeladen waren VertreterInnen von Initiativen und Archiven, die sich praktisch und theoretisch mit Fragen eines lebendigen Archivs und im Speziellen mit der Dokumentation von Performancekunst beschäftigen.

Die am Schwerpunktwochenende gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse fliessen als Fragestellungen und Argumentationen in den weiteren Prozess des Projektes ein. Angestrebt wird eine Publikation, die festhält, was sich über 10 Jahre an Videoaufzeichnungen von Live-Performances im KASKO angesammelt hat.

Projektverantwortung: Pascale Grau und Isabel Zürcher


Sa 17. November 2007
Objektbetrachtungen mit Claudius Weber (Lausanne)
Die Ausstellung von Kleinplastiken hat etwas Paradoxes an sich: Kleine Objekte sind handlich und in ihren Raumansprüchen bescheiden. Dutzende davon passen in ein Köfferchen. Kommt es nun zur Präsentation, sind auf einmal kubikmeterhafte, massive Körper, Sockel und Gläser vonnöten, um den Miniaturen Aufmerksamkeit zu bieten, sie zu inszenieren, sowie auch zu schützen. Claudius Weber beschäftigt sich mit anderen Zugangs- und Präsentationsformen der kleinen Gegenstände. Die Kleinplastik ist mobil, kann bewegt und benutzt werden. Er reicht Objekte herum und lässt das Publikum am Gedankenaustausch teilnehmen. Der ganze Prozess einer Ausstellung, Aufbau, Kuratierung, Betrachtung und Besprechung geschieht hier gleichzeitig zusammen mit dem Publikum.


Fr 11. und Sa 12. Januar 2008
I AM A SHIP, Luigi Archetti und Bo Wiget
I AM A SHIP ist eine Video-Konzert-Tanz-Performance der Musiker Luigi Archetti und Bo Wiget, die unter dem Namen 'Low Tide Digitals' schon seit über 10 Jahren zusammen Musik machen. Seit einiger Zeit beschäftigen sie sich auch mit Video- und Performancekunst.
I AM A SHIP ist eine Weiterentwicklung des Kurzfilmes mit dem Titel „I have seen you dancing better than this“, der zu den Tanzfilmtagen „Dance on Screen 2006“ in London eingeladen wurde und an den 53. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen den Publikumspreis erhalten hat. Dieser Film zeigt die beiden Musiker tanzend und musizierend in wilder extatischer Rocker-Pose. Dazu erklingt deren eigene sehr ruhige Musik, die mit dem Bild vordergründig nichts gemein hat.

Für I AM A SHIP wurde das Nebeneinander von Musik und Bild nochmals weiter dividiert: Im Raum stehen fünf Video-Monitore, auf welchen die beiden Musiker in lose wirkenden Reihenfolgen in minimalistischen, abstrakten Tanzbewegungen zu sehen sind, meist in Verbindung mit ihren Instrumenten. Zwischen den Bildschirmen sitzen und bewegen sich die Musiker und spielen, scheinbar unbeeinflusst von den Bildern. Ihre Musik erklingt dabei aus verschiedenen Lautsprechern im Raum.
Das Publikum bewegt sich frei um die Installation herum, kann aber nie alle fünf Monitore gleichzeitig sehen. Es hört jedoch die Musik von jedem Punkt im Raum aus anders. Das heißt, durch das Dividieren des Bild- und Tonmaterials in eigenständige Kleinteile ist der Rezipient aufgefordert, sich selber seinen Film, sein Konzert, seine Performance zusammenzudenken.


Projektverantwortung: Bozena Civic

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